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Forschungsförderung für die Kohle- und Stahlindustrie Forschungsförderung für die Kohle- und Stahlindustrie
FÖRDERMITTEL

Research Fund for Coal and Steel (RFCS)

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FÜR WEN?
Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen
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FÜR WAS?
Innovative Forschungsprojekte im Bereich der Kohle- und Stahlindustrie
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WANN BEWERBEN?
Deadline 6. Mai 2026

Die Kohle- und Stahlindustrie spielt eine zentrale Rolle in der europäischen Wirtschaft. Insbesondere im Rahmen der Energiewende und der industriellen Dekarbonisierung stehen Unternehmen der Branche vor großen Herausforderungen – aber auch Chancen. Eine wichtige Fördermöglichkeit stellt der Research Fund for Coal and Steel (RFCS) dar, der innovative Forschungsprojekte in diesen Bereichen unterstützt.

Was ist der RFCS?

Der RFCS ist ein eigenständiges EU-Förderprogramm, das Forschungs- und Innovationsprojekte im Kohle- und Stahlsektor finanziert. Die Mittel stammen aus den verbliebenen Vermögenswerten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), die sich seit deren Auflösung im Liquidationsprozess befinden. Mit einem jährlichen Fördervolumen von 111 Millionen Euro trägt der Fonds zur Entwicklung neuer Technologien und nachhaltiger Produktionsverfahren bei.

Ziele des RFCS

Das Förderprogramm zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Kohle- und Stahlindustrie zu sichern. Insbesondere werden Projekte gefördert, die:

  • Emissionen aus der Stahlproduktion reduzieren und klimaneutrale Technologien entwickeln
  • Produktionsprozesse verbessern und Ressourcen effizienter nutzen
  • Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen vorantreiben
  • Innovationen für Kohleregionen im Strukturwandel unterstützen
  • Energieeinsparungen und industrielle Effizienzsteigerungen ermöglichen

Verwaltung und Struktur

Die EU-Kommission verwaltet den Fonds in enger Abstimmung mit verschiedenen Ausschüssen und technischen Expertengruppen:

  • Coal and Steel Committee (COSCO): Berät die EU-Kommission zur Gesamtstrategie des Fonds.
  • Coal and Steel Advisory Groups (CAG/SAG): Technische Berater, die für jeweils 42 Monate ernannt werden.
  • Technische Gruppen (TG): Experten, die Forschungs- und Demonstrationsprojekte begleiten und überwachen.

Förderaufrufe und Teilnahme

Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen können jährlich Anträge auf RFCS-Förderung stellen. Aktuell gibt es zwei Hauptaufrufe für 2025:

  • Big Ticket for Coal: Für Projekte, die den Wandel ehemaliger Kohleregionen begleiten und nachhaltige Nutzungskonzepte entwickeln.
    • Ausschreibungsstart: 17. Februar 2026
    • Einreichungsfrist: 6. Mai 2026
  • Big Ticket for Steel: Fokussiert auf die Entwicklung klimaneutraler Stahlproduktionstechnologien.
    • Ausschreibungsstart: 17. Februar 2026
    • Einreichungsfrist: 6. Mai 2026

Interessierte Unternehmen sollten sich frühzeitig mit den Anforderungen der Ausschreibungen vertraut machen und sich über Konsortialpartnerschaften informieren, da viele Projekte im Verbund mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen durchgeführt werden.

RFCS

RFCS und der Europäische Green Deal

Ein zentraler Fokus des RFCS liegt auf der Förderung von CO₂-neutralen Stahlherstellungsverfahren. Hierbei arbeitet der RFCS eng mit der Clean Steel Partnership zusammen, die mit einem Gesamtbudget von 700 Millionen Euro (je zur Hälfte aus RFCS und Horizon Europe finanziert) innovative Technologien von der Pilot- bis zur Demonstrationsphase unterstützt. Ziel ist es, bis 2030 die ersten großflächig emissionsfreien Stahlproduktionsprozesse zu etablieren.

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