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BIK: Dritter Förderaufruf gestartet – Projektskizzen bis 6. Dezember 2026

Dr. Andrea Puschhof
Principal Consultant
22 Oktober 2026

Die Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) geht in die nächste Runde. Gefördert werden Forschung, Entwicklung und Pilotvorhaben zur Dekarbonisierung der Industrie sowie CCU/CCS. Das Zeitfenster ist knapp sieben Wochen lang.

Was wird gefördert?

  • Modul 1, Teilmodul 3 – Dekarbonisierung der Industrie: Forschung und Entwicklung mit TRL 4 bis 8, einschließlich Prototypen und Pilotprojekten unter realitätsnahen Bedingungen. Projektträger ist das KEI.
  • Modul 2, Teilmodul 2 – CCU/CCS: CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung sowie Direct Air Capture, ebenfalls TRL 4 bis 8. Projektträger ist der PtJ.

Förderhöhe

  • Industrielle Forschung: bis 35 Mio. € je Vorhaben, Förderquote bis 50 %
  • Experimentelle Entwicklung: bis 25 Mio. €, Förderquote bis 25 %
  • Durchführbarkeitsstudien: bis 8,25 Mio. €, Förderquote bis 50 %
  • Aufschläge für KMU sowie unter weiteren Voraussetzungen Förderquoten bis 80 %

Wer kann einreichen?

Industrieunternehmen jeder Größe mit Betriebsstätte in Deutschland. Forschungseinrichtungen sind antragsberechtigt, wenn mindestens ein Unternehmen im Verbund ist.

Ablauf

Das Verfahren ist zweistufig. Zuerst wird eine Projektskizze auf Deutsch eingereicht (19. Oktober bis 6. Dezember 2026). Nach positiver Bewertung folgt der formale Antrag über easy-Online.

BIK oder Innovation Fund?

Am ehesten vergleichbar ist die BIK mit den Pilotprojekten im Innovation Fund (CAPEX ab 2,5 Mio. €, Schluss geplant April 2027). Die BIK ist national ausgerichtet, das Verfahren ist deutschsprachig und zweistufig. Der Innovation Fund ist ein EU-weiter Wettbewerb mit Fokus auf tiefgreifende Dekarbonisierung. Welches Programm passt, hängt vom Reifegrad, vom Innovationsgehalt und vom Zeitplan des Projekts ab.

Unsere Empfehlung

Sieben Wochen sind für eine überzeugende Skizze nicht viel. Entscheidend ist ein klares Projektkonzept mit Ziel, technischem Ansatz, CO₂-Wirkung und Kostenrahmen. Ein Projekt nachträglich auf das Programm zuzuschneiden, gelingt selten.

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