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FÖRDERMITTEL

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

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FÜR WEN?
Ambitionierte KMU
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WOFÜR?
Die Entwicklung neuer Technologien, Verfahren und Methoden zum Erhalt der Umwelt

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gehört zu den größten Stiftungen Europas. Durch die Erträge es Stiftungsvermögens, werden jährlich Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 50 Millionen Euro gefördert. Ziel der Förderungen ist die Entwicklung neuer Technologien, Verfahren und Methoden zum Erhalt der Umwelt, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

Die 12 Themenbezogenen Förderrichtlinien decken hierbei einen weiten Bereich des Umwelt und Naturschutz sowie den Schutz von Kulturlandschaften ab. Die Förderhöhe der Projekte liegt bei Universitäten bei bis zu 100% und bei Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bei 50%.

Die 12 Themenbezogenen Förderrichtlinien

Im Rahmen dieses Zuschusses sind vier Voucher erhältlich.
  • 1. Instrumente und Kompetenzen der Nachhaltigkeitsbewertung sowie Stärkung von Nachhaltigkeitsbewusstsein und -handeln

    Die Herausforderung bei der Bewertung der Nachhaltigkeit, besteht darin, auf Basis von Indikatoren Entscheidungshilfen für die Bewertung zu entwickeln und anzuwenden. Hierzu bedarf es der Entwicklung neuer Methoden und Instrumente der Kommunikation, des Lernens, des Dialogs und der Beteiligung, die insbesondere auch auf Kinder und Jugendliche zielen.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Maßnahmen zur Ermittlung und Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren;
    • Entwicklung, Optimierung und Erforschung von praktischen Methoden und Konzepten zur Nachhaltigkeitsbewertung;
    • Maßnahmen zur Entwicklung und Stärkung von Nachhaltigkeitskompetenzen, insbesondere bei Multiplikatoren;
    • Neue Methoden und Ansätze für die Vermittlung systemischer Nachhaltigkeitskontexte und -ziele, insbesondere in Schulen, Universitäten und außerschulischen Bildungseinrichtungen;
    • Neue methodische Ansätze zur Entwicklung und Stärkung des Nachhaltigkeitsbewusstseins, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen;
    • Entwicklung und Optimierung von transformativen Methoden zur Förderung von Nachhaltigkeitshandlungen und Partizipation (z. B. Bürgerwissenschaft, echte Labels);
    • Entwicklung und Erprobung digitaler Methoden und Techniken für die Nachhaltigkeitsbildung.
  • 2. Nachhaltige Ernährung und nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln

    Grundlage nachhaltiger Ernährung sind ressourcenschonende und tiergerechte Verfahren der Produktion, Verarbeitung und Bereitstellung von Lebensmitteln sowie ein gesteigertes Verbraucherbewusstsein für die Umwelt- und Klimaschutzwirksamkeit der Nahrungsmittelauswahl. Ein weiteres dringliches Problem sind vermeidbare Lebensmittelverluste, die entlang der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln und vor allem beim Konsum in erheblichem Umfang auftreten.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • ressourcenschonende und tierfreundliche Konzepte für eine ökologisch nachhaltige Lebensmittelproduktion;
    • Verfahren zur Energieeinsparung und zur Verringerung von Verlusten in der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette (z. B. Produktion, Verarbeitung, Vertrieb, Vermarktung, Handhabung, Verarbeitung, Lagerung, Transport);
    • Pläne zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung im Lebensmitteleinzelhandel und für Einzel- und Großverbraucher (Einkauf, Verwaltung von Haltbarkeitsinformationen, Lagerung und Verarbeitung);
    • Ansätze für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Prozessen und Produkten im Lebensmittelsektor und die Kommunikation von Nachhaltigkeitsinformationen an die Verbraucher entlang der Wertschöpfungskette;
    • Erlernen von Entscheidungs- und Handlungskompetenzen im Bereich der Ernährung und der nachhaltigen Lebensmittelverwendung, mit besonderem Augenmerk auf Kinder und Jugendliche;
    • Erforschung, Entwicklung und praktische Anwendung von umweltfreundlichen Pflanzenschutzverfahren und -produkten, insbesondere im ökologischen Landbau.
  • 3. Entwicklung, Gestaltung und Akzeptanz umweltschonender Konsumgüter

    Die Entwicklung, Gestaltung und Einführung umweltfreundlicher Produkte sind wesentliche Instrumente zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und der negativen Umweltauswirkungen. Ziel der Förderung ist es, Konsumgüter umweltfreundlicher zu machen, die Akzeptanz zu erhöhen und den gesellschaftlichen Wertewandel hin zu diesen Produkten zu unterstützen.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Entwicklung und Erprobung neuer methodischer Konzepte für die Produktentwicklung;
    • Entwicklung von Konsumgütern und deren Komponenten mit geringem Ressourcenverbrauch unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus (z. B. Minimierung des Ressourcenverbrauchs in der Nutzungsphase, Minimierung des Materialverbrauchs, Langlebigkeit, Wartbarkeit und Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit);
    • Förderung und Erprobung neuer Geschäftsmodelle, die den Nutzen erhöhen und/oder die negativen Umweltauswirkungen von Konsumgütern verringern, insbesondere durch Verbesserung des Recyclings und Erhöhung der Nutzungsintensität;
    • Innovative Maßnahmen zur Digitalisierung von Produktionsprozessen (z. B. im Bereich des Internets der Dinge oder der dezentralen Produktion), die zu einer nachhaltigen Planung von Material- und Energieflüssen führen;
    • innovative Ideen für die Rückgewinnung und das Recycling von Altstoffen;
    • Bewusstseinsbildung, Maßnahmen zur technischen Umsetzung und Verwendung nachhaltiger Konsumgüter und deren bessere Akzeptanz in Wirtschaft und Gesellschaft (insbesondere bei Kindern und Jugendlichen);
    • die Entwicklung von Entscheidungshilfen für den Kauf und die Verwendung von umweltfreundlichen Konsumgütern.
  • 4. Klima- und ressourcenschonendes Bauen

    Neben der modellhaften Erschließung des Potenzials energetisch optimierter Gebäudebestände und umweltverträglicher städtebaulicher Verdichtung sollen im Neubau als primärer Innovationstreiber zukunftsfähige Konzepte und technologische Ansätze entwickelt und erprobt werden. Da der verstärkte Einsatz von Holz als nachwachsender Rohstoff einen Hebel zur Verbesserung der Ressourceneffizienz darstellen kann, soll auch die Erschließung großer Gebäudevolumina für den Holzbau berücksichtigt werden.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Beispielhafte Entwicklung von Konzepten, innovativen Umsetzungsmethoden, Bewertung und Dokumentation von energieoptimierten, Alt- und Neubauten unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus;
    • Entwicklung Konzepten zur Verbesserung und Bewertung der Innenraumluftqualität, passiver Lüftung, Überschussenergiegebäuden und klimaneutralen Gebäuden, Minimierung von grauer Energie, Emissionen und Schadstoffen;
    • Weiterentwicklung des Holzbaus bei größeren Bauvorhaben;
    • Optimierung von Konzepten, Systemen und Konstruktionen für den Holzbau und Erhöhung der Akzeptanz von Holzbauten;
    • Optimierung von Kreislauf- und Recyclingmöglichkeiten im Bauwesen;
    • Entwicklung und Erprobung neuer Formen der Beteiligung an der Planung und Durchführung nachhaltiger öffentlicher Bauprojekte (z. B. Schulgebäude, Sport- und Freizeiteinrichtungen usw.).
  • 5. Energie- und ressourcenschonende Quartiersentwicklung und -erneuerung

    Maßnahmen zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs, zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen, zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung sind dann wesentlich effektiver, wenn ihre Lage und Vernetzung in der Nachbarschaft sowie die vorhandenen physischen, technischen, natürlichen, sozialen, wirtschaftlichen und architektonischen Bedingungen und Anforderungen berücksichtigt werden. Neben einer räumlich zusammenhängenden Entwicklung ermöglicht die Ausrichtung auf das gesamte Quartier die Nutzung von Synergieeffekten und die Entwicklung wirksamer, gut integrierter und umfassender Lösungen unter Vermeidung schädlicher Einzellösungen.
    Entwickelt und erprobt werden sollten Konzepte zur energetischen Quartierserneuerung mit hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Nahwärmenetzen und strukturell integrierten Systemen zur Erzeugung, Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energien sowie die ressourceneffiziente Ertüchtigung der leitungsgebundenen Infrastruktur und deren Einbindung in ein kohärentes Gesamtkonzept unter Einbeziehung einer grünen städtischen Umwelt (grüne Infrastruktur). Die Bevölkerung muss in diesen Prozess einbezogen werden.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Entwicklung, Überwachung und Dokumentation von Modellen für die Umsetzung innovativer Konzepte für die Entwicklung und Renovierung energie- und ressourceneffizienter Quartiere unter Berücksichtigung der sozialen Auswirkungen;
    • Konzepte zum ressourceneffizienten Umbau von Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen unter Nutzung von Synergien zwischen verschiedenen Infrastrukturbereichen;
    • Dokumentation und Evaluierung der Konzepte und der entsprechend umgesetzten Maßnahmen;
    • Konzepte und Strategien zur Weiterentwicklung der administrativen, institutionellen und sozialen Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Konzepte zur energie- und ressourceneffizienten Quartierserneuerung;
    • Weiterentwicklung von Planungsmethoden, Prozessqualität und Werkzeugen, auch durch Digitalisierung, für eine energie- und ressourceneffiziente Quartiersentwicklung;
    • Neue Ansätze zur Einbeziehung der Anwohner in die Entwicklung energie- und ressourceneffizienter Stadtviertel;
    • Innovative Methoden und Konzepte für Bildung und Kommunikation.
  • 6. Erneuerbare Energie, Energieeinsparung und -effizienz

    Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Großprojekt, das bis 2050 dauern soll, um den Übergang von der Nutzung fossiler und nuklearer Energieträger hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Energieversorgung und -nutzung zu vollziehen. Die versprochenen deutschen Klimaschutzziele können nur durch eine Kombination von Maßnahmen erreicht werden.

    Dazu gehören:

    • den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen, einschließlich der dafür erforderlichen Verteilung und Speicherung;
    • Steigerung der Energieeffizienz und Durchführung von Energiesparmaßnahmen;
    • Optimierung des gesamten Energiesystems im Hinblick auf eine stärkere Integration variabler erneuerbarer Energiequellen, Flexibilität auf der Nachfrageseite und die Kopplung der Verbrauchssektoren Strom, Wärme und Mobilität;
    • Prüfung der Umwelt- und Sozialverträglichkeit sowie von Aspekten der Partizipation und Akzeptanz.

    Dazu bedarf es neuer und beispielhafter Ideen und interdisziplinärer Ansätze aus der angewandten Forschung, der Entwicklung und Erprobung praxistauglicher Technologien sowie der zielgruppenspezifischen Kommunikation und Umweltbildung unter Berücksichtigung der Digitalisierung in allen Bereichen.

    Zu diesem Zweck unterstützt die DBU Projekte mit einem besonderen Schwerpunkt auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Optimierung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Bei Biomasse-Energieprojekten liegt der Schwerpunkt auf der Optimierung bestehender Anlagen und der Nutzung von Abfällen und Reststoffen;
    • Entwicklung, Optimierung und Piloteinsatz innovativer Technologien zur effizienten Energieumwandlung und -speicherung (z. B. Heizung und Kühlung, “Power to X”);
    • Entwicklung von Geschäftsprozessen, Optimierung und modellbasierte Anpassung an veränderte Energieträger (z.B. Sektorkopplung) und schwankendes Energieangebot (z.B. Demand Management). Dazu gehören auch neue Betreiber und Geschäftsmodelle für die Verknüpfung von Energieströmen zwischen Unternehmen (z. B. Abwärme);
    • Entwicklung, Optimierung und Modellierung innovativer Lösungen zur Senkung des Energieverbrauchs in Produktions- und Verarbeitungsprozessen in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Dazu gehören auch Versorgungs- und Querschnittstechnologien (z.B. Dampf, Druck, etc.) sowie betriebliche Logistik und Transportprozesse unter Berücksichtigung möglicher Rückkopplungseffekte;
    • Entwicklung, Optimierung und Implementierung von Modellen für horizontale und systemische Aspekte der Datenübertragung (z.B. dezentrale Energieversorgung, Smart Grids);
    • Weiterentwicklung von energiesparenden und emissionsarmen Motoren für mobile Anwendungen;
    • Entwicklung, Optimierung und Erprobung neuer Ansätze für Informationsvermittlung, Wissenstransfer, Kompetenzen, Bildung, Ausbildung und Qualifizierung unter besonderer Berücksichtigung von Kindern, Jugendlichen, Auszubildenden und Studenten. Dazu gehören auch neue Ansätze, Methoden und Formen der Beteiligung, der Interessenvertretung und der Konfliktlösung;
    • die Entwicklung neuer Ideen und technischer Lösungen für die sichere Nutzung erneuerbarer Energiequellen auf eine Weise, die die Umwelt, die Gesundheit und den Naturschutz nicht beeinträchtigt.
  • 7. Ressourceneffizienz durch innovative Produktionsprozesse, Werkstoffe und Oberflächentechnologien

    Die Reduzierung des Verbrauchs von Rohstoffen und Materialien und die Verringerung von Schadstoffemissionen sind zentrale Herausforderungen, um das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaft zu erreichen. Innovative Fertigungsverfahren, Werkstoffe und Oberflächentechnologien werden immer wichtiger, um die Produkteffizienz zu steigern. Innovative Ansätze zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs während des gesamten Lebenszyklus werden gefördert.

    Zu den Projektzielen können beispielsweise Maßnahmen zur Integration der Fertigung, die Verwendung neuer Material- und Oberflächenfunktionalitäten und die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft gehören, etwa durch die Berücksichtigung einer effizienteren Rückverfolgbarkeit bei der Produktgestaltung oder neuer Trennverfahren für Verbundwerkstoffe. Die Ressourceneffizienz sollte auch verstärkt in Bildungsprojekte integriert werden, um Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit zu fördern und qualifizierte junge Fachkräfte auszubilden.

    Dazu gehört die Suche nach innovativen Wegen zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs durch vorwettbewerbliche Entwicklungsprojekte in KMU und praxisnahe Projekte in Bildung und Forschung, wobei ein möglichst umfassender Ansatz verfolgt und modellhafte Lösungen eingesetzt werden.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Neue Prozesse und Produktionsmethoden, die eine effizientere Nutzung von Ressourcen in ressourcenintensiven Prozessen und Anwendungen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen;
    • Projekte in den Bereichen Materialien und Oberflächentechnik, die den Ressourcenverbrauch erheblich reduzieren;
    • innovative Schließung von Stoffkreisläufen bei höchstmöglicher Wertschöpfung;
    • Entwicklung von Methoden zur Vermeidung oder zum Ersatz von Schadstoffen oder deren Emissionen;
    • Projekte zum Ersatz besonders knapper oder problematischer Materialien durch unproblematische;
    • Bildungskonzepte zur Förderung von Nachhaltigkeits- und Systemkompetenzen sowie problemorientiertem Denken und Handeln.
  • 8. Kreislaufführung und effiziente Nutzung von umweltkritischen Metallen und mineralischen Reststoffen

    Die Gewinnung von Rohstoffen führt häufig zu einer erheblichen Umweltverschmutzung. Die Dispersion (Feindispersion) von Materialien in verschiedenen Konsumgütern erschwert häufig das Recycling von Materialien nach der Gebrauchsphase. Die effiziente Nutzung und das konsequente Recycling von schwer ersetzbaren Rohstoffen ist daher für eine nachhaltige Wirtschaft unerlässlich. Dies gilt insbesondere für umweltkritische Materialien, wie bestimmte Metalle, die für fortschrittliche und umweltfreundliche Technologien benötigt werden, und Phosphor, der für die Ernährungssicherheit einer wachsenden Weltbevölkerung unerlässlich ist. Das Recycling von Platingruppenmetallen, einschließlich Indium, Kobalt und seltenen Erden, sollte daher gefördert werden.

    Mineralische Reststoffe stellen einen der wichtigsten Stoffströme in Deutschland dar. Beispielsweise spart das Recycling von Abbruchmaterialien auf einem technischen Niveau, das mit dem des Primärprodukts vergleichbar ist, Deponien und Primärrohstoffe.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Entwicklung von Bildungskonzepten zur Förderung des Systemdenkens am Beispiel der oben erwähnten Themen;
    • Projekte, bei denen die Verwendung umweltkritischer Metalle reduziert und ihre Zerstörung vermieden wird oder bei denen umweltkritische Metalle durch umweltfreundlicher gewonnene Materialien ersetzt werden;
    • Projekte zur Rückgewinnung und Behandlung von umweltkritischen Metallen und mineralischen Abfällen;
    • Projekte zur Steigerung der Effizienz der genannten Stoffe in Industrie und Landwirtschaft;
    • Entwicklung von Maßnahmen zur umweltverträglichen Nutzung phosphorhaltiger Stoffströme (Klärschlamm, Bioabfall, Wirtschaftsdünger usw.);
    • Entwicklung von umweltverträglichen Verfahren zur Phosphorrückgewinnung, gegebenenfalls unter Berücksichtigung anderer Nährstoffe (Klärschlamm, tierische Abfälle);
    • die Nutzung der Digitalisierung von Produktions- und Informationsprozessen für die nachhaltige Bewirtschaftung von umweltkritischen Metallen und mineralischen Abfällen.
  • 9. Reduktion von Emissionen reaktiver Stickstoffverbindungen in die Umweltkompartimente

    Einerseits ist Stickstoff als Hauptbestandteil von Proteinen einer der wichtigsten Bausteine des Lebens und die treibende Kraft für jedes biologische Wachstum. Andererseits verursachen aktive Stickstoffverbindungen komplexe Umweltauswirkungen wie Nitratverunreinigung des Grundwassers, Eutrophierung, Freisetzung von Stickstoffoxid und Ammoniak sowie negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt.

    Die Exposition gegenüber aktiven Stickstoffverbindungen überschreitet den sicheren Bereich der planetarischen Grenzen mehr als jedes andere Umweltproblem. Obwohl Stickstoff als Nährstoff unverzichtbar ist, sollten unerwünschte Ableitungen in Umweltkompartimente so weit wie möglich vermieden werden. Dies ist noch nicht gelungen. So beträgt der Stickstoffüberschuss in der deutschen Landwirtschaft etwa 100 kg pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und Jahr.

    Es besteht die Notwendigkeit, die Effizienz der mineralischen und organischen Stickstoffdüngung zu erhöhen und den Verlust an aktiven Stickstoffverbindungen zu verringern. Dies kann nur durch eine Reihe von Maßnahmen erreicht werden, die auf verschiedene Emissionsquellen abzielen.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Entwicklung von Technologien und Praktiken zur Verbesserung des Tierschutzes durch Vermeidung von Stickstoffverlusten bei der Haltung von Tieren und der Lagerung und Ausbringung von Dung;
    • Vorrausschauende Ansätze in der Fütterung und Fütterungstechnik zur Vermeidung von Stickstoffüberschüssen/Stickstoffemissionen;
    • Verbesserung der Verfahren zur Ausbringung von Düngemitteln, wobei der Schwerpunkt auf Zeit und Raum entsprechend den Bedürfnissen der Pflanzen liegt;
    • Maßnahmen zur effizienteren Nutzung der Stickstoffmenge im Boden;
    • Bewirtschaftungskonzepte zur Verringerung der Stickstoffemissionen im Gemüsebau/Gewerbegartenbau;
    • Rückgewinnung und Verwendung von reaktivem Stickstoff aus Abfällen und bei der Abwasserbehandlung;
    • Weitergabe von neuem Wissen an bestimmte Zielgruppen (Landwirte, Erzeuger, Wassernutzer usw.);
    • Recycling von Reststoffen und Verwendung “neuer Substrate” in der Bioökonomie.
  • 10. Integrierte Konzepte und Maßnahmen zu Schutz und Bewirtschaftung von Grundwasser und Oberflächengewässern

    Einleitungen aus punktuellen und diffusen Quellen verschlechtern die Oberflächen- und Grundwasserqualität. Veränderungen in der Hydromorphologie der Gewässer haben zu einer strukturellen Verschlechterung der Gewässer und damit zum Verlust charakteristischer Gewässerlebensräume, der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen geführt.

    Die integrierte Überwachung der Einzugsgebiete ausgewählter Wasserkörper ist daher als Systemansatz für den Schutz von Oberflächen- und Grundwasser unerlässlich. Stoffstrommodelle, Entscheidungshilfesysteme und gezielte Maßnahmen zur Verringerung der anthropogenen Einflüsse und zur strukturellen Optimierung von städtischen und ländlichen Gewässern können zur Lösung beitragen. Interdisziplinäre Aus- und Weiterbildungskonzepte werden die Bereitstellung und Verbreitung von Informationen und die Kompetenzentwicklung verbessern. Ziel der Projekte ist die Verbesserung der Wasserqualität und des ökologischen Zustands der Gewässer.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Integrierte Lösungen für Flusseinzugsgebiete oder Teileinzugsgebiete zur Verbesserung der Wasserqualität und zum Erhalt von Ökosystemleistungen durch die Integration von Entscheidungshilfesystemen, die Weiterentwicklung von Stoffstrommodellen und innovativen Abwasserreinigungstechnologien;
    • Entwicklung von Modellmaßnahmen für die ökologische Wiederherstellung von Gewässern und Überschwemmungsgebieten;
    • Entwicklung und Umsetzung praktischer und integrativer Konzepte für das Wasserrecycling und die Nutzung des energetischen und stofflichen Potenzials von Wasser in Kommunen;
    • Entwicklung und Modellierung von Maßnahmen und Konzepten für den dynamischen Hochwasser- und Binnengewässerschutz;
    • Entwicklung und Erprobung von Modellmaßnahmen zur Information, Qualifizierung und Einbeziehung der Beteiligten;
    • Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt stehen und die sich auf innovative und vorbildliche Weise mit zentralen Fragen des integrierten Gewässerschutzes in ihren jeweiligen Bildungsbereichen befassen.
  • 11. Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung in Nutzlandschaften und Schutzgebieten

    Naturnahe Kulturlandschaften sind von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt, die in hohem Maße von der landwirtschaftlichen Praxis abhängt. Die Intensivierung und Vereinheitlichung der Landnutzung hat zu einem Verlust an biologischer Vielfalt geführt, der immer noch anhält und der durch geeignete Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gestoppt werden muss. Extensiv bewirtschaftete Landschaften können eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen solchen genutzten Landschaften und geschützten Naturlandschaften spielen, was durch entsprechende nachhaltige regionale Entwicklungskonzepte und konkrete Umsetzungsprojekte gefördert werden sollte.

    Es sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Wirksamkeit von Schutzgebieten über die Möglichkeiten des rechtlichen Rahmens hinaus zu gewährleisten oder zu verbessern. Dabei müssen die Anforderungen der aktuellen sozialen und ökologischen Entwicklung berücksichtigt werden.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Konzepte und Instrumente für die Integration und Priorisierung regionaler Naturschutzziele und deren Umsetzung auf Landschafts- und Betriebsebene, auch im Kontext einer nachhaltigen Regionalentwicklung;
    • Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen und Instrumenten des Biotopmanagements für extensive und/oder naturnahe Lebensräume und Schutzgebiete;
    • Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien zur Optimierung der land- und forstwirtschaftlichen Produktionsprozesse unter dem Gesichtspunkt des Naturschutzes;
    • neue Formen der Bereitstellung von Informationen und Wissen für Landnutzer, Berater und Behörden unter Beteiligung von Akteuren der Zivilgesellschaft;
    • die Entwicklung und Umsetzung von Systemen und Strukturen von Biotopverbünden und Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz;
    • Konzepte und Instrumente für die Naturentwicklung;
    • Projekte, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten, um den Herausforderungen der Erhaltung der biologischen Vielfalt mit innovativen und beispielhaften Kommunikationsmethoden zu begegnen.
  • 12. Bewahrung und Sicherung national wertvoller Kulturgüter vor schädlichen Umwelteinflüssen

    Die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt zerstören nicht nur die Natur, sondern auch kulturelle Ressourcen von nationalem Wert. Das Ausmaß und die Art der von ihnen verursachten Schäden haben sich in den letzten Jahren verändert. Dazu gehören die Entwicklung der vom Menschen verursachten Emissionen, die Auswirkungen des Klimawandels und der Umgang mit Chemikalien, die früher für den Naturschutz eingesetzt wurden. Neue Strategien, Methoden, Verfahren oder Produkte müssen entwickelt, modelliert und gefördert werden, um die nachhaltige Erhaltung des kulturellen Erbes zu fördern.

    Modellprojekte im Finanzsektor verfolgen in der Regel einen multidisziplinären Ansatz unter Beteiligung von KMU und anwendungsorientierter Forschung.

    Förderfähig sind insbesondere:

    • Entwicklung und beispielhafte Anwendung neuer Methoden, Verfahren und Produkte für den Schutz von Kulturgütern von nationalem Wert vor den Auswirkungen anthropogener Eingriffe;
    • Entwicklung von Strategien und Konzepten zur präventiven Konservierung, zum Schutz und zur Erhaltung sowie zur Pflege von Kulturgütern von nationalem Wert und historischen Kulturlandschaften;
    • Weitere Qualifizierungsangebote im Bereich der nachhaltigen Erhaltung von Kulturgütern und historischen Kulturlandschaften;
    • Innovative Maßnahmen zur Lösung von Konflikten an der Schnittstelle zwischen Naturschutz, Natur und Kulturlandschaften, insbesondere in Bezug auf städtische Gebiete und Anforderungen an die Energieeffizienz;
    • Pläne für den Schutz von Kulturgütern unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen, wobei der Schwerpunkt auf Partizipation und freiwilligem Engagement liegt.

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